PSYCHOTHERAPEUTIN

Dr. Anie Gyane

Screenshot
Über mich

Ich bin Psychotherapeutin und promovierte Psychotherapiewissenschaftlerin in freier Praxis in Wien. In meiner Arbeit begleite ich Patient:innen in komplexen Belastungssituationen, bei denen sich bestimmte Muster wiederholen – emotional, körperlich oder in Beziehungen. Häufig geht es nicht um ein einzelnes Symptom, sondern um vielschichtige innere Zustände: Anspannung, Überforderung, Rückzug, Erschöpfung, Beziehungskonflikte, Selbstwertthemen oder das Gefühl, sich selbst nicht mehr ausreichend regulieren zu können.

Mein fachlicher Schwerpunkt liegt auf Bindungs- und Beziehungsdynamiken, Wiederholungszwängen, innerer Kind-Arbeit, Trauma- und Stressfolgen sowie auf der psychotherapeutischen Begleitung von Patient:innen mit autoimmunen und stressassoziierten Erkrankungen. Gerade bei komplexen Belastungsbildern ist es entscheidend, psychische Symptome nicht isoliert zu betrachten, sondern im Zusammenspiel von Beziehungserfahrung, Stressverarbeitung, Nervensystem, Immunsystem und körperlicher Regulation zu verstehen.

Meine therapeutische Haltung verbindet Bindungsforschung, Psychodynamik, Verhaltenstherapie und Psychoneuroimmunologie. Dieser integrative Zugang ermöglicht eine differenzierte Einordnung jener Muster, die sich trotz Einsicht, Reflexion oder bereits erfolgter Behandlungsversuche oft hartnäckig wiederholen. Dabei geht es nicht um einfache Ursache-Wirkung-Erklärungen, sondern um ein sorgfältiges Verstehen der inneren Logik von Symptomen, Beziehungsmustern und körpernah erlebten Stressreaktionen.

In den vergangenen Jahren habe ich verstärkt Patient:innen begleitet, die an autoimmunen und stressassoziierten Erkrankungen leiden und bei denen psychische Belastung, chronischer Stress, körpernah erlebte Symptome und Fragen der Selbstregulation eng ineinandergreifen. Psychotherapie ersetzt dabei keine medizinische Behandlung. Sie kann jedoch einen fachlich fundierten und sicheren Rahmen eröffnen, in dem emotionale Belastungen, Stressdynamiken, Beziehungserfahrungen und regulative Muster differenziert verstanden und therapeutisch bearbeitet werden.

Ein besonderer Fokus meiner Arbeit liegt auf der Frage, weshalb Menschen trotz großer Einsicht häufig in vertraute emotionale oder relationale Muster zurückkehren – insbesondere in nahen Beziehungen und in der Partnerwahl. Wiederholungszwänge verstehe ich nicht als Schwäche, sondern als Ausdruck früherer innerer Organisationsformen, die einst sinnvoll gewesen sein können, heute jedoch Leid, Konflikte oder körperliche Belastung mitaufrechterhalten.

Meine Arbeit zielt darauf ab, solche Muster sichtbar, verstehbar und schrittweise veränderbar zu machen: kognitiv, emotional, körpernah und relational. Im Zentrum stehen innere Sicherheit, Selbstwahrnehmung, Affektregulation, Mentalisierung und die Fähigkeit, Beziehung nicht nur zu analysieren, sondern neu zu gestalten.

Ergänzend biete ich psychotherapeutische Privatgutachten und fachliche Stellungnahmen zu klar definierten psychotherapierelevanten Fragestellungen an. Dabei lege ich besonderen Wert auf präzise Auftragsklärung, sorgfältige Befunderhebung, nachvollziehbare fachliche Ableitungen und eine transparente Darstellung der Möglichkeiten und Grenzen psychotherapeutischer Beurteilung.

Meine Praxis bietet einen diskreten, fachlich präzisen und persönlich gehaltenen Rahmen für Patient:innen, die nicht nach schnellen Antworten suchen, sondern nach einem vertieften Verständnis ihrer inneren Muster, ihrer Beziehungsgestaltung und ihrer Selbstregulation. Ziel ist es, Sicherheit, Klarheit und Veränderungsfähigkeit so aufzubauen, dass Nähe, Selbstvertrauen und psychische Stabilität auf neue Weise möglich werden.

Schwerpunkte

Meine psychotherapeutischen Schwerpunkte liegen dort, wo sich Beziehungserfahrung, psychische Belastung und körpernah erlebte Stressreaktionen überschneiden. Im Zentrum steht die präzise Einordnung wiederkehrender Muster – nicht vorschnell, nicht schematisch, sondern in ihrer biografischen, relationalen und regulativen Bedeutung.

Bindung, Beziehung und Wiederholungszwang
Ein zentraler Schwerpunkt meiner Arbeit liegt auf Bindungsdynamiken, partnerschaftlichen Beziehungsmustern und Wiederholungszwängen – insbesondere in der Partnerwahl und in nahen Beziehungen. Dabei geht es um die Frage, weshalb Menschen trotz Einsicht, Reflexion oder Leidensdruck immer wieder in vertraute emotionale oder relationale Muster zurückkehren.

Paartherapie und Beziehungskrisen
Ich begleite Paare bei wiederkehrenden Konflikten, Kommunikationsabbrüchen, Nähe-Distanz-Dynamiken, Vertrauensverletzungen, Eifersucht, Rückzug oder Beziehungskrisen. Ziel ist es, die zugrunde liegende Dynamik sichtbar zu machen und neue Formen von Kontakt, Abgrenzung und emotionaler Sicherheit zu ermöglichen.

Trauma- und Stressfolgen
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der psychotherapeutischen Begleitung von Patient:innen mit stress- und traumaassoziierten Belastungen. Dazu zählen innere Unruhe, Übererregung, Erschöpfung, emotionale Instabilität, Rückzug, körpernah erlebte Stressreaktionen und Schwierigkeiten der Selbstregulation.

Autoimmune und stressassoziierte Erkrankungen
Ich begleite Patient:innen, bei denen autoimmune oder stressassoziierte Erkrankungen mit psychischer Belastung, chronischem Stress, körpernah erlebten Symptomen und Fragen der Selbstregulation ineinandergreifen. Psychotherapie ersetzt dabei keine medizinische Behandlung, kann jedoch einen differenzierten Rahmen eröffnen, in dem emotionale Belastungen, Beziehungserfahrungen und Stressdynamiken therapeutisch bearbeitet werden.

Psychoneuroimmunologische Perspektive
In meine Arbeit fließt eine psychoneuroimmunologische Perspektive ein. Sie hilft, Zusammenhänge zwischen psychischer Belastung, Nervensystem, Immunsystem, Stressverarbeitung und körperlicher Regulation fachlich einzuordnen – ohne einfache Ursache-Wirkung-Erklärungen oder therapeutische Heilsversprechen.

Neurofeedback und Selbstregulation
Ergänzend arbeite ich mit EEG-basiertem Neurofeedback im home-based Setting. Dabei stehen Selbstregulation, Stressmanagement, Aufmerksamkeitssteuerung und Verlaufskontrolle im Vordergrund. Neurofeedback wird dabei nicht isoliert verstanden, sondern psychotherapeutisch eingebettet und an die individuelle Belastbarkeit angepasst.

Psychotherapeutische Privatgutachten und fachliche Stellungnahmen
Zusätzlich erstelle ich psychotherapeutische Privatgutachten und fachliche Stellungnahmen zu klar definierten psychotherapierelevanten Fragestellungen. Dabei stehen eine präzise Auftragsklärung, strukturierte Exploration, sorgfältige Befunderhebung und nachvollziehbare fachliche Ableitung im Mittelpunkt.

Beruflicher Hintergrund

Meine berufliche Entwicklung verbindet psychotherapeutische Praxis, wissenschaftliche Ausbildung, forensische Erfahrung und ein ausgeprägtes Verständnis für präzise schriftliche Fall- und Befunddarstellung.

Seit 2020 arbeite ich als Psychotherapeutin in freier Praxis in Wien. Ergänzend war ich als freiberufliche Psychotherapeutin für Modern Health tätig, wo kurzzeittherapeutische Interventionen, klare Fallkonzeptionen und fokussierte therapeutische Zielsetzungen im Vordergrund standen.

Eine wesentliche fachliche Prägung erhielt ich zudem durch meine Tätigkeit im Verein Grüner Kreis mit Schwerpunkt forensische Suchttherapie und Justizklient:innen. Die Arbeit in diesem Kontext erforderte eine besonders sorgfältige Einschätzung komplexer Verläufe, strukturierte Berichtlegung und interdisziplinäre Zusammenarbeit.

Mein wissenschaftlicher Hintergrund ist an der Sigmund Freud Privatuniversität verankert. In meiner Dissertation „Wo die Liebe hinfällt: Über die Konsistenz des Wiederholungszwangs in der Partnerwahl“ untersuchte ich den Wiederholungszwang in der Partnerwahl als psychodynamisches Phänomen an der Schnittstelle von psychoanalytischer Theorie und Bindungsforschung. Bereits in meiner Magisterarbeit standen vergangene Liebesbeziehungen, Trennungsdynamiken und wiederkehrende Beziehungskonstellationen im Zentrum.

Vor meiner psychotherapeutischen Tätigkeit war ich in juristisch-administrativen und sozialversicherungsnahen Bereichen tätig, unter anderem als Kanzleiassistentin und Sachbearbeiterin in der Pensionsversicherungsanstalt. Diese beruflichen Stationen prägen bis heute meine strukturierte Arbeitsweise, mein Verständnis für Aktenlogik und meine Fähigkeit, komplexe Sachverhalte nachvollziehbar und sprachlich präzise darzustellen.

Aktuell erstelle ich psychotherapeutische Privatgutachten und fachliche Stellungnahmen zu klar definierten psychotherapierelevanten Fragestellungen. Dabei verbinde ich klinisch-psychotherapeutische Erfahrung, strukturierte Exploration, präzise schriftliche Darstellung und ein ausgeprägtes Verständnis für Aktenlogik und rechtlich relevante Fragestellungen. Ergänzend absolviere ich an der VÖPP Akademie die Fortbildung zur psychotherapeutischen Gutachterin. Ziel ist es, meine gutachterliche Tätigkeit künftig in Richtung einer Eintragung als allgemein beeidete und gerichtlich zertifizierte Sachverständige weiterzuentwickeln.

Wissenschaftliche & klinische Haltung

Ich verstehe Psychotherapie als Prozess der Selbstorganisation und Regulation – psychisch, emotional, relational und neurobiologisch. Veränderung entsteht nicht durch schnelle Deutung, sondern durch präzises Verstehen, eine tragfähige therapeutische Beziehung und die schrittweise Erweiterung innerer Regulationsmöglichkeiten.

Die Psychoneuroimmunologie zeigt, dass Bindungserfahrungen, emotionale Verarbeitung, chronischer Stress, autonomes Nervensystem, Hormonsystem und immunologische Prozesse in komplexer Wechselwirkung stehen können. Dieser Zusammenhang ist klinisch bedeutsam, darf jedoch nicht vereinfacht werden: Psychische Belastung wirkt nicht linear auf den Körper, und körperliche Symptome sind nicht einfach „psychisch verursacht“. Entscheidend ist die sorgfältige Einordnung des individuellen Zusammenspiels.

Psychische Veränderung kann auch körpernah spürbar werden, etwa in mehr innerer Ruhe, besserer Selbstwahrnehmung, veränderter Stressverarbeitung oder einer größeren Fähigkeit, Nähe, Grenzen und Belastung zu regulieren. Wo Beziehung sicherer erlebt wird, kann auch das Nervensystem neue Regulationserfahrungen machen.

Diese Verbindung von innerer Arbeit, Beziehungserfahrung und körpernaher Regulation prägt meine therapeutische Haltung: wissenschaftlich fundiert, klinisch präzise, menschlich zugewandt und tief verankert.

2018

Ausbildung

Propädeutikum

Abschluss des psychotherapeutischen Propädeutikums am Österreichischen Trainingszentrum für Neuro-Linguistisches Programmieren und Neuro-Linguistische Psychotherapie.

Beruf

Kindererziehung und Betreuung im Privathaushalt

Beschreibung

2019

Ausbildung

Bakkalaureatsstudium Psychotherapiewissenschaft

Abschluss des Bakkalaureatsstudiums der Psychotherapiewissenschaft an der Sigmund Freud Privatuniversität Wien.

Abschlussarbeit: Psychopathologie der Liebe: Wie die Liebe unsere Biochemie und das Denkvermögen beeinflusst.

Beruf

Assistenz

Von 2019 – 2020 als Assistenz an der Sigmund Freud Privatuniversität tätig.

2020

Ausbildung

Magisterstudium Psychotherapiewissenschaft

Abschluss des Magisterstudiums der Psychotherapiewissenschaft an der Sigmund Freud Privatuniversität Wien.

Abschlussarbeit: Konstitutive Merkmale vergangener Liebesbeziehungen: Eine analytisch, biografische Sozialforschung, über die Ätiologie des Endens von Beziehungen.

Ausbildung

Doktoratsstudium Psychotherapiewissenschaft

2024 Abschluss des Doktoratsstudiums der Psychotherapiewissenschaft an der Sigmund Freud Privatuniversität Wien.

Beruf

Psychotherapeutin in freier Praxis

Seit 2020 in freier Praxis als Psychotherapeutin tätig.

Beruf

Psychotherapeutin

Von 2020 bis 2021 als Psychotherapeutin im Verein „Grüner Kreis“ mit Schwerpunkt forensische Suchttherapie tätig.

2021

Ausbildung

Fachspezifikum

Abschluss des Fachspezifikums Verhaltenstherapie an der Sigmund Freud Privatuniversität Wien.