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Gehirn im Gleichklang Neurofeedback

Raum für Selbstregulation. Lernen, nicht leisten.

Neurofeedback wird in unserer Praxis ergänzend zur Psychotherapie von Dr. Anie Gyane eingesetzt.
Dieses Verfahren unterstützt das Nervensystem darin, eigene Aktivitätsmuster bewusster wahrzunehmen und zu regulieren.

Über ein EEG-gestütztes Echtzeit-Feedback wird sichtbar, wie Zustände von Übererregung, Erschöpfung oder innerer Unruhe im Gehirn abgebildet sind und wie sich Regulationsfähigkeit Schritt für Schritt neu aufbauen lässt.
Neurofeedback ist kein invasiver Eingriff, sondern ein sicherer Lernprozess, bei dem das Gehirn lernt, in Balance zu kommen.

Aus einer psychoneuroimmunologischen (PNI) Perspektive spielt dieser Prozess eine zentrale Rolle:
Wenn das Nervensystem wieder in einen regulierten Zustand findet, reduziert sich Stressbelastung auf hormoneller Ebene, und körperliche Regenerationsprozesse können leichter greifen.

Ich kombiniere Neurofeedback mit:
• Körper- und Atemarbeit zur Aktivierung des Parasympathikus
• psychotherapeutischer Begleitung zur Verarbeitung emotionaler Inhalte
• achtsamkeits- und wahrnehmungsbasierten Verfahren zur Vertiefung von Selbstregulation

Ziel ist nicht Leistung oder Kontrolle, sondern die Wiederherstellung eines inneren Gleichgewichts, das Sicherheit, Beziehung und Präsenz ermöglicht.

 

Wie das Training abläuft

Nach einer initialen EEG-Messung und einer ausführlichen psychotherapeutischen Anamnese wird ein individuelles Trainingsprotokoll erstellt, das sich an den gemessenen Aktivitätsmustern und therapeutischen Zielparametern orientiert.

Für das Training wird ein tragbares, neurophysiologisch validiertes EEG-Messsystem verwendet, das nach einer Einführung in der Praxis ausschließlich im häuslichen Umfeld eingesetzt wird.
Die Anwendung erfolgt im Rahmen eines therapeutisch begleiteten Programms:
Ich überwache die Trainingsdaten fortlaufend, werte die EEG-Aufzeichnungen regelmäßig aus und passe die individuellen Trainingsparameter bei Bedarf an.

Während der Einheiten können Klient:innen in der App Musik hören oder Videos ansehen. Das EEG-System erfasst dabei in Echtzeit die Gehirnaktivität und gibt unmittelbares Feedback – etwa durch subtile Veränderungen in Ton oder Helligkeit, sobald gewünschte Aktivitätsmuster (z. B. Alpha-, Beta- oder Theta-Wellen) erreicht werden.
So lernt das Gehirn, funktionale Zustände gezielt zu stabilisieren und dysregulative Muster zu reduzieren – ein Prozess, der auf operanter Konditionierung basiert und sich durch wiederholtes Üben dauerhaft festigt.

In der Regel erfolgen zwei bis drei kurze Trainingseinheiten pro Woche von jeweils 10 bis 25 Minuten.
Diese Struktur ermöglicht ein wissenschaftlich fundiertes, alltagstaugliches Neurofeedback, das den therapeutischen Prozess optimal ergänzt – ohne die Notwendigkeit häufiger Praxisbesuche.

Wofür Neurofeedback häufig eingesetzt wird

Neurofeedback eignet sich für Menschen, deren Nervensystem in einem dauerhaften Zustand von Alarm, Erschöpfung oder Übersteuerung feststeckt und die lernen möchten, innere Ruhe, Klarheit und Selbstregulation wiederzugewinnen.

Hierzu zählen Personen die;

  • unter anhaltender innerer Unruhe oder Übererregung des Nervensystems leiden
    (z. B. Stressregulation, Reizbarkeit, emotionale Anspannung)
  • Schwierigkeiten mit Konzentration, Fokus oder Impulskontrolle erleben
    (z. B. ADHS-Symptomatik bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen)
  • Erschöpfung, Überforderung oder Schlafstörungen entwickeln
    (Burnout-Verläufe, dünne Reizfilter, „nicht abschalten können“)
  • körperlich spürbare Stressreaktionen wahrnehmen
    (Herzrasen, Engegefühl, Anspannung, Magen-Darm-Reaktionen)
  • von belastenden Erinnerungsmustern oder Traumafolgestress betroffen sind
    (z. B. in Verbindung mit PTBS-ähnlichen Symptomen)
    Ziel: Nervensystem-Stabilisierung, nicht Traumaexposition
  • unter Stimmungs- und Affekt-Schwankungen leiden
    (Angstzustände, emotionale Überflutung oder emotionale Abflachung)
  • Schwierigkeiten mit Selbstregulation in Beziehungen erleben
    (Bindung, Nähe-Distanz-Regulation, Reaktivität)
  • körperliche Symptome zeigen, die sich durch Stress verstärken
    (z. B. Spannungskopfschmerz, funktionelle Beschwerden, Schmerzsensitivität)

Anstelle einer oberflächlichen Symptombehandlung arbeiten wir an den zugrunde liegenden Regulations- und Beziehungssystemen, welche psychische und körperliche Prozesse dauerhaft beeinflussen.